Strafrecht

Dem Strafrecht liegt der Gedanke zugrunde, dass einzelne, von einem Großteil der Gemeinschaft anerkannte individuelle und allgemeine Rechtsgüter so bedeutsam sind, dass deren Verletzung zur Wahrung des Rechtsfriedens unter Strafe zu stellen ist. Aus dem Rechtsstaatprinzip im allgemeinen sowie dem daraus resultierenden Gewaltmonopol und der Fürsorgeverpflichtung des Staates im besonderen, folgt, dass dieser Strafanspruch vom Staat selbst auszugehen hat. Und das Strafrecht bildet dabei die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die die Entstehung, den Umfang und die Durchsetzung dieses staatlichen Strafanspruchs ausgestalten.

Man unterscheidet in diesem zusammenhang zwischen materiellem und formellem Strafrecht. Das materielle Strafrecht regelt die Voraussetzungen und Rechtsfolgen einer Straftat und das Strafprozessrecht die Voraussetzungen und Modalitäten der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs.

Wesentliche Rechtsgrundlagen des Strafrechts sind:

 

sowie zahlreiche strafrechtliche Nebengesetze wie:

 

die ebenfalls Strafvorschriften enthalten.

 

Vom Strafrecht zu unterscheiden sind das Ordnungswidrigkeitenrecht und das Disziplinarrecht.