Aus unserer Praxis

Das Erbe und das familiäre Zerwürfnis

Das Erben ist nicht immer eine einfache Sache. Oft gehen ganze Familien kaputt über den Streit um den Nachlass eines Verstorbenen Verwandten. Der Wunsch nach einem größeren Stück vom zu verteilenden Kuchen oder auch der Wunsch nach gefühlter Gerechtigkeit, kann zu lebenslangen Zerwürfnissen mit den eigenen Angehörigen führen. Insbesondere, wenn der Verstorbene keinen letzten Willen hinterlassen hat.

Zu einem solchen Fall, an dem ich als Anwalt beteiligt bin, wurde ich in diesem Beitrag des Deutschlandfunks interviewt.

https://www.deutschlandradiokultur.de/vor-gericht-wenn-zwei-brueder-erbittert-ums-erbe-streiten.1076.de.html?dram:article_id=374314 Read more

Ausbildungsplatz zu vergeben

Wir suchen für unsere Bürogemeinschaft interessierte Bewerber für die am 01.02.2016 beginnende Ausbildung zur/m Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. „ReNos“ unterstützen Rechtsanwälte und Notare bei rechtlichen Dienstleistungen. Daneben führen sie allgemeine organisatorische und kaufmännische Arbeiten aus. Die Ausbildung hinsichtlich aller relevanten Tätigkeitsbereiche wie Schriftverkehr, Telefonie, Rechnungswesen, Gebührenrecht und Fristenführung erfolgt in unserer Bürogemeinschaft.

Wir setzen mindestens die Mittlere Reife sowie sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift voraus. Ein angenehmes, zuvorkommendes Auftreten, ein gepflegtes Äußeres sowie weitere Sprachkenntnisse sind ebenfalls erwünscht.

Ihre Bewerbung, mit Zeugnissen und Lebenslauf, richten Sie bitte entweder per Post oder per Email an Herrn Rechtsanwalt Friedrich Bauer, und vielleicht unterstützen Sie ja schon bald unser Team. Wir würden uns freuen!

Auch Parteien können „spammen“ – dürfen aber nicht

Auch Parteien dürfen keine unerwünschte Werbung per Email verschicken

Dass politische Parteien nicht ungefragt Emails mit Werbehinweisen für ihre Veranstaltungen verschicken dürfen, hat das Amtsgericht Charlottenburg letzte Woche nach einer mündlicher Verhandlung gegenüber dem Kreisverband einer politischen Partei des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf entschieden. Read more

Aus Kreditbearbeitungsgebühr wird „Geld-zurück-Garantie“

Kreditbearbeitungsgebühren der Banken sind gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam!

Die Bearbeitung eines Darlehensantrages erfolgt ausschließlich im eigenen Interesse der Banken und stellt daher keine Serviceleistung für den Kunden dar. Die hierfür anfallenden Kosten können nicht als Bearbeitungsgebühr auf den Kunden abgewälzt werden. Dies hatten mehrere Oberlandesgerichte bereits 2011 entschieden. Dennoch wurde die, wegen einseitige Benachteilung des Verbrauchers unzulässige Praxis von den Banken weiter betrieben. Read more

Das Hausprojekt „Bödi 9“ endlich selbstverwaltet

Was lange währt wird endlich gut. Nach einjährigen Verhandlungen der Bewohner des Hausprojekts „Bödi“ in der Bödiker Straße 9 in Friedrichshain, und ihres Anwalts, Max Althoff, mit der Eigentümerin des Hauses, kam es Anfang Februar 2013 zu Unterzeichnung des Kaufvertrages über das Quergebäude der Bödiker Str. 9/10, welches das Hausprojekt beherbergt. Im November 2013 ist endlich auch die Eintragung im Grundbuch erfolgt. Anstelle der jahrlangen Abwehrkämpfe gegen die Begehrlichkeiten der Eigentümer gibt es nun endlich Selbstverwaltung in Eigenverantwortung. Read more

Bitte, was?

Üblicherweise wird ja den Juristen nachgesagt, aufgrund ihrer verklausulierten Ausdrucksweise eher unverständlich daherzureden. Dass dies auch andere Berufsgruppen beherschen, beweist heute eine diplomierte Psychotherapeutin und Heilpraktikerin, indem sie meinem Mandanten bescheinigt, sich bei ihr in mehrstündigen Einzelgesprächen

„[…] mit dem ressourcenvollen Umgang von Wut und Aggression vertraut gemacht, und Strategien dazu erlernt und trainiert“

zu haben.

Zur Einstellung des Verfahrens gegen meinen Mandanten, wegen des Vorwurfs des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, wird dieser geistige Erguss wohl dennoch beitragen.

Insoweit sei’s gedankt.

Schmerzensgeld bei Kameraüberwachung durch Vermieter

Das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg hat mit Urteil vom 01. März 2012 entscheiden, dass ein Vermieter, der die Zugänge und den Hinterhof eines Mietshauses mit versteckt angebrachten Kameras überwacht, seinen Mietern wegen der dadurch begangenen schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung schadensersatzpflichtig ist. Read more

Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung

Die unter dem Motto „Stop Prism“ von Hamburger Anwaltskollegen ins Leben gerufene Initiative „Rechtsanwälte gegen Totalüberwachung“ rief am vergangenen Montag zur Demonstration vor dem Reichstagsgebäude. Unter den etwa 100 Kolleginnen und Kollegen war auch unsere Kanzlei in Person von Rechtsanwälten Max Althoff und Michael De Saavedra-Mai vertreten.

Die Kollegen Althoff und De Saavedra-Mai vor dem Reichstag, anlässlich der Demonstration „Stop Prism“ vom 18.11.2013

Späte Einstellungsnachricht

Wenn der Mandant erst am 28. November erfährt, dass ein gegen ihn geführtes Verfahren bereits am 10. Juni eingestellt wurde, dann ist die Schreibkanzlei der Amtsanwaltschaft offensichtlich hoffnungslos überfordert und der Mandant darüber zu Recht verärgert.

 

 

 

 

 

 

Der „provisionelle“ Tierzüchter

In einer Klageerwiderung die mir unlängst zugestellt wurde, entschuldigte sich der Beklagte für die Tatsache, dass er meiner Mandantin eine normale Hauskatze als edle Rassekatze verkauft hatte mit dem Umstand, dass er ja kein „provisioneller“ Züchter sei.

Ein Blick ins Deutsche Rechtswörterbuch ergab, dass das Wort noch 1741 landläufig als Synonym für „vorläufig“ verwendet wurde.

Nachdem der Beklagte also nach eigenen Angaben nicht nur vorläufiger sondern vielmehr dauerhafter Züchter zu sein scheint, wird anzunehmen sein, dass er sich im Rahmen dieser andauernden Tätigkeit wohl ein gewisses Maß an Professionalität auf diesem Gebiet angeeignet hat…

Das Gericht wird man mit einem diesbezüglichen Vortrag aber wohl nicht für sich einnehmen können. Wären solche Spitzfindigkeiten gegen eine nicht anwaltlich vertretene Partei doch wahrlich unprofessionell.